Willkommen !

Liebe Radler und Radsportfreunde!

Mit unseren Abteilungen bieten wir für alle Interessierten

Radtouren im Schleswiger Umland und Schleswig-Holstein an.

Gern stehen alle Abteilungsleiter und der Vorstand für Fragen zur Verfügung.

Alfred Ebeling (Vorsitzender)

 


CTF in Schleswig!

Endlich ist es wieder soweit.

Am 07.11.2021 um 10:00 Uhr findet unsere diesjährige 17.te CTF statt.

Startort ist die Schule Nord in 24837 Schleswig.

Wir führen erstmalig wie angekündigt eine O-CTF durch.

Es stehen zwei Strecken von 35 km und 55 km zur Auswahl.

Zusätzlich bieten wir geführte Gruppen über beide Instanzen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit an.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine Voranmeldung bis zum 06.11.2021erforderlich.

Dies ist Bestandteil unseres Hygienekonzepts.

Den Track erhaltet ihr nach Anmeldung per E-Mail, wenn von euch die Startgebühren überwiesen wurden.

Startort:           Schule Nord, Schützenredder 16, 24837 Schleswig

Anmeldung     ab 09:00 Uhr

Startzeit:         10:00 Uhr

Verpflegung:                           An den Kontrollpunkten so lange der Vorrat reicht.

Start/Ziel/Verpflegung:           Kaffee, Kuchen, Grillwurst usw. gegen kleines Entgelt

solange Vorrat reicht.

Startgebühren:      7,00 Euro für BDR-Mitglieder und

                            12,00 Euro für Nichtmitglieder im BDR

                             Für Kindere und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Start frei

Bankverbindung:        Nord-Ostsee Sparkasse,

                                    IBAN: DE48 2175 0000 0000 0024 61

BIC: NOLADE21NOS

Verwendungszweck: CTF – (Namen eintragen)

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anke Groth, Tel.: 04622/1717

Hier geht’s zur Anmeldung: CTF Anmeldung

Um das Gesundheitsrisiko für die Teilnehmer und Helfer zu minimieren, wird die Veranstaltung soweit wie möglich im Freien durchgeführt.

Nach Rückkehr bieten wir euch Kaffee, Kuchen, Grillwurst usw. zu kleinen Preisen an.

Duschen stehen eingeschränkt zur Verfügung.

Wir haben die Auflage, dass Personen mit Krankheitssymtomen die Teilnahme an der CTF verwehrt wird. Solltet ihr Anzeichen hierfür haben, bitten wir euch von der Teilnahme abzusehen.

Hinweise:
Hygieneregel der aktuellen Landesverordnung sind einzuhalten.

Mit der Anmeldung verpflichtet sich der Fahrer, die Vorschriften der „StVO“ und die Sport Ordnung „Generalausschreibung CTF

des BDR einzuhalten.

Es ist Pflicht, einen Helm zu tragen. Jeder Teilnehmer fährt auf eigenes Risiko.

Durch meine Anmeldung bestätige ich die Kenntnisnahme nachfolgender Hinweise:

Ich gebe die Einwilligung Fotos zu veröffentlichen, die der Veranstalter am Start, auf der Strecke und im Ziel von mir macht. Jeder Teilnehmer fährt auf eigene Rechnung und Gefahr. Der Veranstalter lehnt jede Haftung ab. Gefahren wird nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) und den Bestimmungen des Bundes Deutscher Radfahrer, besonders der Generalausschreibung Country-Tourenfahren. Das Tragen eines Fahrradhelms ist Pflicht!

Eine Country-Tourenfahrt (CTF) ist KEIN Rennen!

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung entbindet NICHT von der Einhaltung der Straßenverkehrs-ordnung (StVO)! Die Strecke ist NICHT für uns gesperrt und die Straßen und Wege sind nicht nur für Radfahrer da!

Den Weisungen der Polizei, des Veranstalters sowie der Kontrollfahrer ist Folge zu leisten!

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass bei Verkehrsvergehen auf Nachfrage der Polizei meine Anschrift weitergegeben wird.

 

Radsport Verein 

Schleswig e.V.

Alfred Ebeling   

Vorsitzender

 

RVS●Alfred Ebeling

Danziger Str.724837 Schleswig

 

An alle Mitglieder des Radsport Verein Schleswig (RVS)                                              Schleswig der 01.10.2021

Einladung zur Jahreshauptversammlung des Radsport Verein Schleswig (RVS)

am Mittwoch den 20.10.2021 um 19:00 Uhr, Hotel Hohenzollern,  Moltkestr.41, 24837 Schleswig 

Tagesordnung:

  • Begrüßung, Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  • Genehmigung des Protokolls der Jahreshauptversammlung vom 11.03.2020
  • Berichte für das Radsportjahr 2020 / Planungen 2022
    • Vorstand
    • Pressearbeit
    • Senioren 60 Plus
    • RTF
    • Radwandern
  • Bericht der Kassenführerin mit Kassenbericht 2020 und Haushaltskostenvoranschlag 2021
  • Kassenprüfungsbericht 2020
  • Beschluss über die Entlastung der Kassenführerin und des Vorstandes
  • Anträge sofern gestellt.

Falls Anträge zur Jahreshauptversammlung 2021 gestellt werden, bitte ich Euch, diese möglichst umgehend, jedoch spätestens bis zum Dienstag den 12.10.2021 dem Vorstand über die Geschäftsstelle zukommen zu lassen.

   

8. Wahlen 

  • Stellvertretender Vorsitzende bzw. Vorsitzender (für zwei Jahre)
  • Kassenführerin bzw. Kassenführer (für zwei Jahre)
  • Kassenprüferin / Kassenprüfer (für zwei Jahre)

10. Verschiedenes

Das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung 2020 liegt der Einladung bei.

Für Rückfragen steht die Geschäftsstelle bzw. der stellvertretende Vorsitzende gerne zur Verfügung.

Mit radsportlichen Grüßen 

Vorsitzender

Alfred Ebeling

Richtung Süden zur Zugspitze

Vor fast 2 Jahren hatten Heinz und ich die Idee, mit dem Fahrrad einmal zum Nordkap zu fahren. Nach langem Hin und Her hatten wir uns für den Zeitraum Juni / Juli 2021 entschieden.

Beide sind wir schon lange immer wieder mit dem Fahrrad auf unterschiedlichen Touren unterwegs, dass wir meinen, über ausreichend Routine und Erfahrung zu verfügen, uns auf dieses "Abenteuer" einlassen zu können.

Aus den bekannten Gründen ist es dann aber ganz anders gekommen.

So haben wir unsere erste gemeinsame Reise einmal längs durch Deutschland vom Aschberg zur Zugspitze geplant.

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Für den Routenverlauf haben wir uns für den Radfernweg D9 entschieden, auch bekannt als Weser-Romantische Straße. Dieser verläuft von Cuxhaven über Bremen, Bad Karlshafen, Kassel, Fulda und das Taubertal bis nach Füssen.

Wir haben uns bewusst für diese Route entschieden, da es größten Teils immer an den Flussläufen entlang geht. So sind wir am NOK, Weser, Fulda, Sinn, Main, Gau-Bahn-Radweg, Tauber, Wornitz, Sulzach, Donau, Lech, Ammer und Loisach entlang geradelt. Größtenteils sind die Flüsse ja bekanntlich verbunden. Aber wir mussten uns auch mal einen Tag durch die Rhön quälen. In Höhe Urspring am Lechsee haben wir dann die D9 Route verlassen und sind über Oberammergau nach Garmisch-Partenkirchen gefahren.

Beide waren wir mit einem Trekkingrad, ausgestattet mit einer Rohloff Schaltung, unterwegs. Da wir die gesamte Tour gezeltet und uns überwiegend selbst verpflegt hatten, kamen wir auf rund 25 kg Gepäck.

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Unsere Etappen mit Kilometerangaben, Durchschnittsgeschwindigkeit und Höhenmeter

Die Angaben beziehen sich immer auf die reine Fahrstrecke. Also ohne Pausen- und Wartezeiten etc.

Tag 1:

Aschberg – Cuxhaven – 132 km – 20,7 km/h – 166 Hm (inkl. 26 km Fährverbindung)

Übernachtung: Camping Seelust

Tag 2:

Cuxhaven – Bremen – 146 km – 18,1 km/h – 237 Hm

Übernachtung: Hanse Camping

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Tag 3:

Bremen – Mehlbergen – 101 km – 19,2 km/h – 129 Hm

Übernachtung: WoMo Stellplatz Marina Mehlbergen

Tag 4:

Mehlbergen – Hameln – 134 km – 19,7 km/h – 317 Hm

Übernachtung: Camping am Waldbad

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Tag 5:

Hameln – Gieselwerder – 116 km – 19,7 km/h – 282 Hm

Übernachtung: Campingplatz Gieselwerder

Tag 6:

Gieselwerder – Beiseforth – 115 km – 18,5 km/h – 570 Hm

Übernachtung: Campingplatz Beiseforth

 

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Tag 7:

Beiseforth – Heubach – 134 km – 17,5 km/h – 808 Hm

Übernachtung: Camping Rhönsicht

 

Tag 8:

Heubach – Heuchelhof – 118 km – 18,6 km/h – 527 Hm

Übernachtung: Campingplatz Kalte Quelle

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Tag 9:

Heuchelhof – Schillingsfürst – 81 km – 16 km/h – 747 Hm

Übernachtung: Campingplatz Frankenhöhe

Tag 10:

Schillingsfürst – Utzmemmingen – 89 km – 16,8 km/h – 699 HM

Übernachtung: Campingplatz Ringlesmühle

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Tag 11:

Utzmemmingen – Mühlhausen – 110 km – 18 km/h – 637 Hm

Übernachtung: Lech Camping

Tag 12:

Mühlhausen – Urspring – 120 km – 16,4 km/h – 789 Hm

Übernachtung: Claudia Camping

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Tag 13:

Urspring – Garmisch-Partenkirchen – 75 km – 15,5 km/h – 574 Hm

Übernachtung: Camping Erlebnis Zugspitze

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Fazit:

Unsere Reise startete am 18. Juli 2021 auf dem Aschberg. Geplant haben wir für die gesamte Tour inkl. Rückreise 17 Tage. Überraschend haben wir die Strecke bis Garmisch-Partenkirchen in nur 13 Tage geschafft. Bei einer Gesamtlänge von 1.463 km ergibt das einen Tagesdurchschnitt von 113 km und eine Durchschnitts-Geschwindigkeit von 18,2 km/h.

Für die Heimreise haben wir uns ein Auto gemietet und so sind wir am 02. August 2021 wieder in Schleswig angekommen.

Unser Hauptmerkmal richtete sich auf das Radfahren. So hatten wir wenig Zeit für sideseeing, was natürlich schade war. Aber wir hatten für die gesamte Tour nur einen begrenzten Zeitrahmen. Wir hatten auf der Tour zum Glück keine Pannen oder sonstige Ausfälle, so dass wir immer im Zeitplan waren.

Die Campingplätze und Radwege waren von schlecht bis sehr gut. Wie schon erwähnt, ging es immer am D9 Radweg entlang. So fuhren wir größtenteils auf ruhigen Straßen.

Eins steht fest: die Nordkap-Tour 2022 kann kommen.

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Berlin München Berlin 2021 ein Fahrbericht über ein großartiges Event mit neuen Erfahrungen

 

(Wahnsinn, Überforderung, Sitzcreme, Erholsames Übernachten, Geschichte, Glück, dass sind so meine Stichworte der Tour)

Man muss wahnsinnig sein….

Die Strecke ist ein Arschloch, aber es wird besser……….

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Nach PBP 2011,2015 und 2019 und LEL 2013 sollte in 2021 im Inland eine große Tour (Superbrevet) in Angriff genommen werden.

Die sympathische Homepage von Ben Urbanke und seiner Crew, die geschichtsträchtige Strecke in einer Gegend, die ich sehr mag und in Teilen auch kenne, waren Grund genug sich anzumelden.

Das Zeitfenster von 128 Stunden  bei 1.500 km Streckenlänge und ca. 11.000 Höhenmeter sah nicht nach Hetzerei aus und sollte die schmalen Kontrollpunkte und das aufgrund der kleinen Teilnehmerzahl zu erwartende Alleinfahren möglich machen.

Nach dem Okay meiner Frau meldete ich mich im Herbst 2020 an und bereitete mich mit 5.500 km in 2021, kaum hügeligen Trainingsstrecken und nur 4 Strecken oberhalb von 200 km eher schmal vor.

Für die Zukunft und Dritte: Besser sind 8.000 km, mehr Bergtraining und eher 10 lange Touren

 

Der Plan:

START Berlin Olympiastadion - Do. ab 8 Uhr
K1. Leipzig (ca. 200 km) - Do. 14 Uhr bis 18 Uhr 21 Uhr - BMB-Verpflegungswagen
K. 2. Waldershof (ca. 425 km) - Do. 21 Uhr bis Fr. 14 Uhr - Verpflegung, Schlafmöglichkeit (Powernap), Dusche, Bag-Drop
 K3. Regensburg (ca. 575 km) - Fr. 8 Uhr bis Fr. 22 Uhr - Verpflegung, Schlafmöglichkeit (Powernap), Dusche
 K4. München (ca. 710 km) - Fr. 16 Uhr bis Sa. 24 Uhr - Verpflegung, Schlafmöglichkeit (Powernap), Rückgabe des Bag-Drop für One-Way Teilnehmer*innen
 K5. Regensburg (ca. 840 km) - Fr. 22 Uhr bis Sa. 22 Uhr - Verpflegung, Schlafmöglichkeit (Powernap), Dusche
 K6. Waldershof (ca. 1.000 km) - Sa. 8 Uhr bis So. 12 Uhr - Verpflegung, Schlafmöglichkeit (Powernap), Dusche, Bag-Drop
 K7. Dresden (ca. 1.250 km) - So. 8 Uhr bis Mo. 8 Uhr - Verpflegung, Schlafmöglichkeit (Powernap), Dusche
 K8. Lutherstadt Wittenberg (ca. 1.400 km) - So. 14 Uhr bis Di. 6 Uhr - Freie Kontrolle (24 Stunden Tankstelle)
 FINISH Berlin - So. 18 Uhr bis Di. 16 Uhr

 

Anders als sonst mit Familie konnte ich meinen Freund Hans Jürgen motivieren, mich mit Auto zu begleiten. Erst überlegte er noch tagelang eine Strecke zu fahren, dann entschied er sich mich mit Auto zu unterstützen.

Am Vortag reisten wir nach Berlin an und am 29.7.21 startete ich mit 120 Fahrern (Hälfte one way nur nach München) am Olympiastadion morgens um 8 Uhr.

Übernachtungsplan war offen, daher bat ich Hans Jürgen erst am 30.07.2021 mir zu folgen.

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Es ging dann erstmal in großen Gruppen gegen 4 Windstärken Richtung Leipzig.

Am Anfang im Grunewald bekam ich den entscheidenden Tipp: „Frank, ich schmiere die Sitzcreme alle 100 km konsequent auf die Nähte der jeweilige Hose, Tipp von der Gewinnerin des Transcontinental Races“. Ich bin der jungen Frau dankbar, so machte ich es mit der Assossitzcreme und hatte erst Probleme auf den letzten 100 km. In ewiger Dankbarkeit…..

Etwa 170 der 200 km konnte ich in der Gruppe so Kraft sparen und auch die herrliche und einmalige Zufahrt nach Leipzig schon ab dem Zeitpunkt sehr geniessen, wo man das MDR Hochhaus sieht.

Kontrollpunkt und Beginn der Vegan-Verpflegung war beim Völkerschlachtdenkmal.

Laune top !!!

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Ich fuhr ab Leipzig mit einzelnen Teilnehmern weiter mit dem Ziel Marktredewitz/Waldershof, Kilometer 425.

Wie ich mich selbst verflucht habe an dieser Stelle, lass ich mal weg….

Über Gera, Zeitz, Plauen ging es durchs Vogtland Richtung Hof mit 15 Anstiegen (laut Garmin). An einem Tag von Berlin, durch Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern flascht einen und man ist durch die Hügel und die Streckenlänge in der Härte der Tour angekommen, etwas wie Hammer auf den Schädel wirkt und auch notwendig ist, um die Herausforderung anzunehmen.  

Dort in Waldershof kam ich am 30.7.21 morgen um 7.15 Uhr an, bat die Crew um Radcheck da die Schaltung rummuckte, ging Duschen und schlief knapp über eine Stunde auf einer Isomatte.

„Ja lieber Frank, du solltest beide Schaltzüge wechseln, wir haben hier nichts, aber die reißen bald.“ So wurde ich nett gegen 10 Uhr begrüßt und die nächsten 2 Stunden bis zum ersten 15minütigen Treffen mit Hans Jürgen verbrachte ich in einer Cubewerkstatt am Ort.

Alles wieder fit, ging es um die Mittagszeit weiter. Hans Jürgen und ichverabredeten ein Treffen nach weiteren 160 km in Regensburg, wo ich dann „vernünftig“ übernachten wollte. Um 21 Uhr gings zum Abendbrot zum Griechen.

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Nach dem Griechen haben wir dann noch fast bis 1 Uhr im Hotel uns über die Erlebnisse der ersten 585 km und Allem was Hans Jürgen so passiert ist, bei mehreren Bieren ausgetauscht.

Nach einem erholsamen Schlaf von etwa 5 bis 6 Stunden ging die Klamottensortierei auf meinem Zimmer los. Ein Luxus, wenn ein Auto dabei ist, aber auch das Angebot ist groß und es wird nicht übersichtlicher.

Dann bekamen wir ein Superfrühstück und um 9 Uhr gings weiter.

Plan für den 31.7.21 135 km nach München und 135 km wieder zurück. Die fast nicht vorhandenen Hügel erwähne ich nicht. Aber die tolle und nette Kontrolle der Crew hinter München-Bogenhausen. Die Anfahrt und Abfahrt nach München ein großes Erlebnis. Vegan fühlt den Bauch nicht so sehr und ist sehr bekömmlich.

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In München wurden die One Way Fahrer beglückwünscht. Ich war noch gut in der Zeit, allerdings hatte kaum jemand so üppig, wie ich in Regensburg übernachtet, daher fuhr ich allein.

Nach dem Wendepunkt in München nach 710 km kamen mir noch 20 Fahrer entgegen, für die persönliche Motivation auch wichtig. Von den 20 haben wohl 2/3 nur One way gefahren. Niemanden traf ich wieder. Waren wohl auch die geschätzt knapp 10 Prozent dabei, die wegen Regen, Bergen und allgemeiner Überforderung oder auch realistischer Einschätzung der Kräfte aufgaben.

 

Das ist jetzt mal das einzige Regenbild. Ab dem 1.8.21 ab Regenburg nach dem Frühstück war der Regen ein regelmäßiger Begleiter. Ich komme damit gut zurecht, da ich mal wieder alle Probleme wie Nässe, keine Kraft, Dunkelheit, Unsicherheit und aufkommender Respekt mir schön geredet habe (das heißt ignoriert), auch um die erforderliche Motivation, Ruhe, die Fokussierung und die Konzentration zu behalten.

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Ab Regensburg bei 300 weiteren Kilometern wollte ich gerne im Erzgebirge übernachten.

Dort kam ich am 2.8.21 morgens um 5 Uhr an, nachdem ich in der Nacht bei Klingental mir mühsam ein USB-Kabel beim IFA Hotel erfragte, ich im Dauerregen in einer Holzhütte saß und den ersten Teil von 19 Anstiegen im Erzgebirge abfuhr. Kurz vor dem Hotel ging es endlos durch Aue, kilometerlang über Schotterwege, die Etappe nahm kein Ende, ebenso wie die Anstiege.

Im Hotel hatte Hans Jürgen den Abend schön mit dem Wirt, zu DDR-Zeiten ein gedopter Schwimmer verbracht. Ich schlief 3 Stunden und dann gab es zum 3. Mal ein Riesenfrühstück.

Zum Start zu den letzten 360 km bis Berlin, die ich in etwa 24 Stunden schaffen wollte, brach ich am 2.8.21 um 11 Uhr auf.

Begrüßt durch Regen, stieg ich mit Socken in Plastiktüten, die ich in blau verklebte. Ab Zschopau wurde es trockener. Die Tüten mussten auch weg, wer weiß, was da sonst zu wenig Luft bekommt….

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Die restlichen Anstiege im Erzgebirge durch Grünhainichen und andere Orte waren sehr ordentlich und so langsam war die „Ebene“ ab Freiberg und Dresden in Sicht. Richtig voran kam man nicht wirklich. Für die ersten 30 km am Morgen brauchte ich 2,5 Stunden.

Die Strecke hatte der Veranstalter über Komoot abgefahren, ich hatte die Abschnitte auf ein Garmin Edge 1030 runtergeladen und war über Garmin Connect und Whats App mit Family und Hans Jürgen verbunden. Jede Nachricht erschien auf dem Garmin, tolle Motivation. Besonders als mein Sohn Brian mir signalisierte, der „schwierige hügelige“ Teil sei vorbei. Da musste ich auch dank der tollen Unterstützung erstmal eine Träne verdrücken. Die Emotionen begleiten einen bei einer solchen Tour sehr.

Gegen 17 Uhr erreichte ich Dresden. Leider waren auf der Rückfahrt alle Kontrollen schon aufgelöst, da die Crew nicht die Kapazitäten hatte noch auf jeden zu warten.

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Was Alles eine Reise noch wert ist, sieht man unterwegs. Vieles speichert man ab und hofft dort dem noch mal später einen Besuch abstatten zu können.

Ab Dresden ging es auf den Elberadweg 160 km bis Wittenberge. Bis um 21 Uhr die Sohne unterging und ich noch Dampfer und Meissen sah, war alles okay.

Dann kam ein Motivationsloch, da alles gleich aussah und niemand unterwegs war. Dieses Loch, dass ich von jeder Tour kenne, hielt bis Mitternacht an.

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Da traf ich noch 2 Mitfahrer , die auf einer Bank ruhten und wir fuhren zu Dritt bis Wittenberge, wo wir gegen 2.15 Uhr am 30.8.21 ankamen. Die Unterhaltung „frisst“ Zeit und so war der Treff ein großes Glück.

Beide wollten in Wittenberge „ruhen“, ich fuhr weiter und schlief dann ab 3 Uhr bis 4.15 Uhr in einer Bushaltestelle, angekleidet und mit Helm auf dem Kopf. Das war nötig und so genoss ich die Zeit bis zum Sonnenaufgang um kurz vor 6 Uhr ca. 60 km vor Berlin.

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So sah mich die Familie unterwegs, ein blauer Punkt auf der Karte.

Gegen 9.15 Uhr hatte ich mich ins Ziel Berlin „gequält“. Locker im Zeitlimit bis 16 Uhr und niemand war da.

Hans Jürgen hatte nicht so früh mit mir gerechnet und die Veranstalter luden abends in einen Club in Ostberlin zur Medaillenübergabe ein.

Ich schlief 3 Stunden-………

 

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Und dann war ein Erholungstag mit vielen Leckereien wie Eis, Cappucino, Bier, Macarons, Frikadelle etc…. angesagt

Mensch was hatte ich ein Glück gehabt, das alles geklappt hat.

Wahnsinn, Überforderung, Sitzcreme, Erholsames Übernachten, Geschichte, Glück, dass sind so meine Stichworte der Tour……

Aufgeschrieben am 15.08.2021, Handballen noch taub, Rest okay.

 

Es ist fertig - unser Programmheft 2021

 in digitaler Version hier.

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